Streuobstwiesen

Großräumig und vielfältig

Streuobstwiesen sind ein wichtiger Lebensraum für eine Vielzahl von Tieren. Ältere Obstbäume bieten natürliche Bruträume, durch Fäulnis oder durch von Spechten „gezimmerte“ Höhlen. So ist zum Beispiel der Vogel des Jahres 2011, der Gartenrotschwanz, als Höhlenbrüter auf die Obstbäume angewiesen.

Streuobstwiesen wie diese hier bei Niederseelbach sind schützenswerte Lebensräume. (Foto: J.Streicher)
Streuobstwiesen wie diese hier bei Niederseelbach sind schützenswerte Lebensräume. (Foto: J.Streicher)

Um die Streuobstwiesen und die auf und in ihnen lebenden Arten zu erhalten, betreuen wir mehrere Grundstücke der Gemeinde Niedernhausen. Auf Wiesenflächen in verschiedenden Ortsteilen von insgesamt ca. 1 Hektar Fläche werden von uns rund 300 Kern- und Steinobstbäume (vorwiegend Apfel-, Birnen- Kirsch- und Pflaumenbäume) betreut. Zur Pflege gehört es, die Wiesen jährlich komplett zu mähen und die Bäume zu schneiden. Müssen alte Bäume gefällt werden, werden neue Bäume gepflanzt. – Lohn der Arbeit ist dann unter anderem im Spätsommer und Herbst die Ernte der reifen, leckeren Früchte.

Bildergalerie: Von unserer NABU-Gruppe gepflegte Streuobstwiese bei Niederseelbach

Apfelerntetag 2014 mit Grundschülern der Theißtalschule Niedernhausen, 16.10.2014

Am 16.Oktober 2014, an einem teilweise sonnigen Herbstvormittag, machten die Klassen 1c und 1d der Theisstalschule Niedernhausen mit ihren Lehrerinnen Frau Weiler und Frau Warnke einen Ausflug zu den NABU-Streuobstwiesen in Oberseelbach. Um 8:15 Uhr war Abmarsch und gegen 8:45 Uhr die Bushaltestelle Eichwald in Oberseelbach zu einer Frühstückspause erreicht. Anschließend begleiteten Manfred Haneklaus und Bruno Harwardt die Schüler zur Streuobstwiese. Vor einem prächtigen Apfelbaum mit großen roten leckernen Äpfeln, den Manfred Haneklaus zuvor ausgesucht hatte und den es abzuernten galt, wurde dann haltgemacht. Hier erklärte Manfred Haneklaus den Schülern in einem Frage-und-Antwort-Spiel anschaulich den Wert eines Obstbaumes für Natur und Umwelt. Danach beobachteten die Schüler in sicherem Abstand, wie Manfred Haneklaus und Bruno Harwardt zunächst die unteren Äpfel abschüttelten und weitere mit einem Apfelpflücker vom Baum holten. Diese wurden danach in den von den Schülern mitgebrachten Tüten und Beutel aufgelesen und auch vor Ort direkt verköstigt wurden. Oft wurde dabei die Frage gestellt, ob der gerade gefundene Apfel wegen seiner natürlichen Form und Färbung denn genießbar sei.


Anschließend verpflegte der NABU die Kinder mit frisch gepreßtem mitgebrachtem Apfelsaft, bevor noch ein weiterer Apflel- und ein Birnenbaum in gleicher Weise erfolgreich abgerntet wurden.

 

Mit vielen bunten Eindrücken, vollen Beuteln und Tüten und vielen Plänen für die Verarbeitung zuhause in Most und Kuchen marschierten die Schüler glücklich und zufrieden mit ihren Lehrerinnen dann gegen 11:00 Uhr wieder zurück zur Bushaltestelle Oberseelbach, wo sie mit einem Linienbus wieder zur Schule fuhren.

Bildergalerie: Apfelerntetag 2010 mit Grundschülern der Theißtalschule Niedernhausen

Machen Sie uns stark

Online spenden

NABU Regional