Willkommen beim NABU Niedernhausen

Für Mensch und Natur

Der Naturschutzbund Deutschland e.V. - NABU - möchte Menschen dafür begeistern, sich durch gemeinschaftliches Handeln für die Natur einzusetzen. Wir wollen, dass auch kommende Generationen eine Erde vorfinden, die lebenswert ist, die über eine große Vielfalt an Lebensräumen und Arten sowie über gute Luft, sauberes Wasser, gesunde Böden und ein Höchstmaß an endlichen Ressourcen verfügt.

 

Auf diesen Seiten möchten wir Ihnen die Arbeit der NABU-Gruppe Niedernhausen vorstellen.

Aktuelles

03.12.2020

 

NABU wirbt für Totholz

 

Jetzt im Herbst und Winter fallen große Mengen an Holz in Form von Stämmen, Ästen und Zweigen beim Winterschnitt in den Hausgärten an. In der Regel landen diese auf dem Grünschnitt, also im Schredder für die Kompostherstellung. Zu schade für dieses Naturprodukt findet der NABU Niedernhausen, denn in und auf Stämmen und Ästen siedeln sich eine Vielzahl von Lebewesen an. Je nachdem, wie und wo das Holz gelagert wird, werden sich die unterschiedlichsten Arten einstellen. So kann das sogenannte „Totholz“ entgegen seinem Namen sehr viel Leben entwickeln und einen erheblichen Beitrag zu einem funktionierenden Naturhaushalt beitragen.

 

Der ökologische Werdegang von Totholz ist abhängig von mehreren Faktoren. Es entwickeln sich nämlich, abhängig von der Umgebung, die unterschiedlichsten Mikroklimata. So bestimmen die Sonneneinstrahlung, die Beschattung, die Luftfeuchtigkeit oder der Wassergehalt des Holzes, sogar die Höhe von aufrechtem Holz, welches Kleinklima entsteht. So werden für die unterschiedlichsten Lebewesen geeignete Biotope geschaffen.

 

In und auf dem „Totholz“ leben in erster Linie Käfer, Spinnen und Pilze, sowie Flechten und Moose. Aber auch mehrere Insektenarten, Vögel, Eidechsen, Amphibien und Säugetiere können bei bestimmten Voraussetzungen von Totholz profitieren.

 

Es gibt mehrere Möglichkeiten wie man auch in einem normalen Hausgarten kleine Naturparadiese schaffen kann, die sich allerdings nicht unbedingt auf den ersten Blick als solche erschließen. Was für manchen unordentlich aussehen mag, kann trotzdem von hohem ökologischem Wert sein.

 

Werden Bäume gefällt, sollte ein möglichst hoher Baumstumpf stehen bleiben, den man zum Beispiel mit einem schönen Rankgewächs dekorieren kann. Für den restlichen Stamm und die abgeschnittenen Äste findet sich bestimmt eine Ecke im Garten, wo sie nicht stören. Soweit dickere Stämme anfallen, sollten diese senkrecht oder waagrecht gelagert werden. Beide Methoden bieten so unterschiedlichen Käferarten Lebensraum.

 

Für anfallende Äste ist ein Reisighaufen die einfachste Lösung. Günstig ist, wenn man in der Mitte des künftigen Haufens ein Loch von etwa einem Quadratmeter mit einer Tiefe von 50 cm ausschachtet. Das Loch wird mit groben Ästen bestückt, so dass sich Hohlräume ergeben. Dann werden die Zweige darüber aufgeschichtet. Auch anderes Material wie Laub und alles was sonst normalerweise auf der Grünschnittstelle landet, kann oben aufgebracht werden, was zusätzlich zur ökologischen Aufwertung des Reisighaufens beiträgt. So entsteht nicht nur ein Tagesunterschlupf für Säugetiere, wie Igel und Wiesel, oder Vögeln, wie Zaunkönig und Rotkehlchen, sondern auch eine frostfreie Überwinterungsmöglichkeit für Ringelnattern, Eidechsen, Frösche und Lurche.

 

Auch ein Totholzzaun, zum Beispiel um den Komposthaufen herum, kann nicht nur optisch punkten, sondern wird auch von Spinnen und Wildbienen genutzt. Befindet er sich in der Sonne, werden sich auch Eidechsen, Schmetterlinge und Libellen gerne dort niederlassen, um sich aufzuwärmen. Dazu schichtet man abgeschnittene Zweige zwischen zwei Pfahlreihen und stampft die Zweige mit den Füßen fest. Die Breite und Höhe richtet sich nach den Gegebenheiten.

 

Auch aufgeschichtete Kaminhölzer bieten für einige Tiere einen Tagesunterschlupf, wenn genügend Hohlräume, besonders im unteren Bereich, vorhanden sind.

 

Sich Totholz aus dem Wald zu beschaffen ist natürlich absolut tabu.

 

13.11.2020

 

Strukturmaßnahmen des NABU zur Wiederansiedlung von Neuntötern

 

Foto: NABU/ W. Jost

Ein Neuntöter auf der Fläche "Sandkaute" in Oberjosbach

 

Der Neuntöter ist ein Charaktervogel der mit Hecken und Obstbäumen strukturierten Kulturlandschaft.  Vor etwa 15 Jahren gab es noch 3 bis 4 Brutpaare jährlich in Oberjosbach.

 

Heute gibt es noch ein Brutpaar im Bereich der Obstwiesen vom Pfingstweider Weg. In der Sandkaute sind sie in den letzten Jahren verschwunden. Vor einigen Jahren konnte der Neuntöter noch dort beobachtet werden, wie das in der Sandkaute auf einem Obstbaum aufgenommene Bild beweist.

 

Es liegt die Vermutung nahe, dass das Verschwinden im Zusammenhang mit der erheblichen Intensivierung der Landwirtschaft im Bereich Hartemußweg, Sandkaute und Schäfersberg zusammenhängt. Hecken und Bäume wurden ein Opfer der Landwirtschaft, Grünland wurde auch unter Verwendung von Glyphosat in Ackerland umgebrochen.

 

Der NABU Niedernhausen versucht seit 2018 durch geeignete Maßnahmen eine Wiederansiedlung vom Neuntöter zu erreichen. Es gilt das Brutbiotop und die Nahrungsgrundlage zu verbessern.

 

Im Bereich der Obstwiesen, welche die Gemeinde dem NABU mit Pachtvertrag zur Pflege überlassen hat, wurden mehrere Maßnahmen durchgeführt. 2018 und 2019 wurde jeweils eine Blühfläche angelegt. Zeitgleich wurden ein Insektenhotel, Totholzhaufen und ein Überwinterungsquartier für Echsen und Schlangen erstellt. Ringelnattern, Blindschleichen und Waldeidechsen konnten hier bereits nachgewiesen werden.

 

Die Wiesen werden im Wechsel gemäht, sodass immer noch Bereiche stehen bleiben, auch über den Winter, um den Nachkommen von Insekten eine Chance zu lassen. Inzwischen gibt es zahlreiche Heuhüpfer, die nicht nur dem Neuntöter, sondern auch dank der verbliebenen beweideten Grünlandflächen von dort heimischen Steinkäuzen als Nahrungsquelle dienen. Wichtig ist, dass das ganze Jahr über niedrige Vegetation vorhanden ist, damit diese Vögel auch an die Insekten und auch Echsen in den Wiesen herankommen.

 

In diesem Herbst wurden 6 Heckenrosen und 2 Weißdörner von Mitgliedern des NABU gepflanzt.

 

Diese dornigen Hecken benötigt der Neuntöter als sicheren Brutplatz, aber auch um überzählige Nahrung aufzuspießen, was dem Neuntöter seinen Namen einbrachte. Er wird aber auch als Rotrückenwürger bezeichnet. Würger, weil unverdauliche Teile der Nahrung, wie zum Beispiel Chitin ausgewürgt werden.

 

Zusätzlich wurden 2 Kornelkirschen gepflanzt, die als Frühblüher den Wildbienen im blütenarmen Frühjahr als Nektarquelle dienen. Die Früchte stehen dann im Spätsommer Vögeln und Kleinsäugern zur Verfügung.

 

Der NABU Niedernhausen hofft, dass mit diesen Biotopverbesserungsmaßnahmen der Neuntöter in sein ehemaliges Brutgebiet zurückfindet.

10.11.2020

 

Gehölzpflanzung auf der Fläche "Sandkaute"

Auf der vom NABU gepflegten Fläche "Sandkaute" in Oberjosbach wurden insgesamt 10 Gehölze gepflanzt, mit Hasendraht gesichert und mit guten Wünschen angegossen.

Es handelt sich dabei um sechs Heckenrosen, zwei Weißdörner und zwei Kornelkirschen. Die Dornbüsche optimieren das Neuntöterbiotop. Bei den Kornelkirschen handelt es sich um Frühblüher. Sie helfen in Verbindung mit den beiden in der Nähe stehenden Blühwiesen den Wildbienen das ganze Jahr Nahrung anzubieten.

Fotos: NABU/ W. Jost

31. Oktober 2020

 

Die NABU-Gruppe Niedernhausen pflanzt den Baum des Jahres

 

Foto: NABU/A. Hornig

Kennen Sie den Baum des Jahres 2020? Es ist die Robinie, die auch unter dem Namen „Falsche Akazie“ bekannt ist und ab dem 6. Jahr duftende große weiße wunderschöne hängende Schmetterlingsblütentrauben hervorbringt. Der ursprünglich aus Nordamerika stammende stachelige Baum, ist inzwischen auch in Europa und Asien in vielen Parks anzutreffen. Hinter Eukalyptus und Pappeln ist die Robinie sogar der am dritthäufigsten gepflanzte Baum der Welt. Da wundert es schon, dass gerade so ein häufig vorkommender, nicht heimischer Baum die Auszeichnung „Baum des Jahres“ erhält. Die Stiftung wollte dabei auf die Ambivalenz hinweisen. Einerseits verdrängt er die heimischen Pflanzenarten und ist äußerst giftig, andererseits ist der genügsame Baum ein Hoffnungsträger gegen den Klimawandel. Die Robinie wird bis zu 30 Meter hoch und kann bis zu 150 Jahre alt werden. Sie stellt keine Ansprüche an den Standort, da sogenannte Knöllchen-Bakterien, die an deren Wurzeln leben, den Stickstoff aus der Luft fixieren und damit den Boden anreichern.

 

 

Dieser Ausflug in die Baumkunde ist notwendig, um zu wissen, was mal in einigen Jahren für ein markanter Baum im Autal – in der Nähe des Parkplatzes – stehen wird. Diesen hat die NABU-Gruppe Niedernhausen letzten Samstag, bei schönstem Oktoberwetter gepflanzt und mit Stützpfählen gegen Wind und Wetter gesichert. Das Pflanzen des Baumes des Jahres ist für die Naturbegeisterten bereits zu einer kleinen Tradition geworden. Auch die vorherigen Titelträger Ess-Kastanie (2018) und Flatterulme (2019) sind im Autal zu bewundern.

 

 

Da die Arbeit in der freien Natur bei bestem Wetter für Jung und Alt so viel Spaß bereitete, wurden außerdem auf freiwilliger Basis auf einer Streuobstwiese in Oberseelbach tote Jungbäume durch vier Apfelbäume ersetzt. Die anwesenden Kinder erfreuten sich besonders über die vielen Regenwürmer, die sie im gesunden Boden „retten“ durften. Das Grundstück wird von der NABU-Gruppe im Auftrag der Gemeinde betreut. Ein besonderer Dank gilt der Gemeinde, die die Bäume besorgt und finanziert hat.

 

Fotos: NABU/J. Spatz

10. Oktober 2020

 

Arbeitseinsatz: Vorbereitung für Gehölzpflanzungen auf der Fläche "Sandkaute"

 

Foto: NABU

Ein Teil der Fläche "Sandkaute" in Oberjosbach soll mit Gehölzen aufgewertet werden. Bereits am Vortag wurde mit einem Forstmulcher der Gemeinde an den geplanten Stellen die Brombeerhecken entfernt, um Platz für die neuen Gehölzer zu schaffen. So mussten beim heutigen Arbeitseinsatz nur noch 9 Pflanzlöcher ausgehoben werden.

 

Die Gehölzpflanzung findet am Samstag, den 31. Oktober statt. Fleißige Helfer sind immer willkommen. Nähere Angaben werden rechtzeitig auf der Homepage und per E-Mail bekannt gegeben.

03. Oktober 2020

 

Pilzexkursion für die Helfer der NABU-Gruppe Niedernhausen

 


Am 03. Oktober gab es für die Helfer der NABU-Gruppe Niedernhausen ein besonderes Dankeschön. Franz Heller, ein erfahrener zertifizierter Pilzsachverständiger, der u.a. im Auftrag der Stadt Wiesbaden Pilzsammler berät und in der Giftnotrufzentrale ehrenamtlich aktiv ist, führte, eingeladen durch den NABU-Vorstand, eine Pilzexkursion durch.

 

Die 14 Teilnehmer trafen sich bei anfangs strömendem Regen in Engenhahn am Parkplatz Sauwasen zu einer Wanderung durch die Taunuswälder. Passend zur lockeren Stimmung, lockerte sich bald das Wetter auf.

 

Nach einem eingänglichen Vortrag durften die Teilnehmer selbst aktiv werden und bekamen die Aufgabe, Pilze zu suchen, die im Anschluss von Herrn Heller identifiziert und erläutert wurden. So wurden unter anderem der Birkenporling, der Knoblauchschwindling, der Hallomasch und der klebrige Hörnling gefunden.

 

Der Birkenporling, oder wissenschaftlich als Piptoporus Betulinus bezeichnet, ist, wie aus dem Namen hervorgeht, ein auf Birken wachsender Baumpilz. Der nierenförmige braune Heilpilz, hilft, getrocknet als Tee zubereitet, das Immunsystem zu stärken und Erkältungen vorzubeugen. Wichtig ist, dass der Pilz nicht zu alt sein sollte, und eine weiße Unterseite aufweist.  

 

Neben interessanten Fakten, wie z.B. dass von den etwa 4000 Pilzarten nur rund 100 essbar sind, konnte Herr Heller auch mit einigen Anekdoten aufwarten. Wussten Sie z.B. woher der Fliegenpilz seinen Namen hat? Eine Schüssel Milch, vermengt mit geschnittenen Fliegenpilzstücken half der auf Bauernhöfen herrschende Fliegenplage Herr zu werden.

 

Auch kulinarische Tipps kamen nicht zu knapp. So sollten Pilze immer in Öl statt Butter, getrennt von den Zwiebeln zubereitet werden, um den ursprünglichen Pilzgeschmack nicht zu überdecken.

 

Nach 2,5 kurzweiligen Stunden fand die Exkursion bei strahlendem Sonnenschein ihr Ende.

 

Zum Gruppenbild lachte die Sonne

Foto: NABU/J.Spatz

Foto: NABU/J.Spatz

22. September 2020

 

Arbeitseinsatz

Liebe Naturfreunde,

 

die NABU-Gruppe Niedernhausen plant am Samstag, den 10. Oktober 2020 um 9:30 Uhr bei Oberjosbach/Schäfersberg (Treffpunkt GEGENÜBER!! Freiwillige Feuerwehr Niedernhausen; Zum Hammergrund 5) einen Arbeitseinsatz.

Es sollen Gehölze gepflanzt werden. Dazu müssen Äste und Brombeeren weggeschnitten und Pflanzlöcher ausgehoben werden. Wer hat, kann gerne Ast- und Handscheren, Spaten und Spitzhacke mitbringen.

Die Veranstaltung ist kostenlos. Bitte Handschuhe mitbringen und auf festes Schuhwerk achten.

 

Der Vorstand der NABU-Gruppe Niedernhausen

Foto: NABU/A.Hornig

22. September 2020

 

Apfelbaumbestimmung

Foto: NABU/K.Büscher

 

Was haben „Kalter Wilhelm“, „Alexander Lucas“ und „Geflammte Kardinal“ gemeinsam? Es handelt sich bei allen dreien um Apfelsorten, die auf den vom NABU bewirtschafteten Streuobstwiesen in den Gemarkungen Oberseelbach, Oberjosbach und Königshofen zu finden sind. Auf den 9 Flächen mit etwa 20.000 m² und 280 Obstbäumen stehen neben Birnen-, Zwetschgen-, Pflaumen- und Mirabellenbäumen überwiegend Apfelbäume.

 

 

Doch um welche Sorten es sich genau handelt, dass galt es letzten Samstag sowie Montag herauszufinden. Der Vorstand der NABU-Gruppe Niedernhausen traf sich mit Dieter Engel, Vorstandsmitglied des Streuobstkreises Wiesbaden zu einer Begehung der Streuobstwiesen. Anhand der Früchte bestimmte Herr Engel deren Sorte und erklärte den interessierten Zuhörern, wozu die Früchte am besten verwendet werden können. Außerdem bestimmte er das Alter der Bäume.

 

 

Ziel der Aktion ist eine Beschriftung der Bäume mit Kupfer-Verbund-Schildern.

 

 

Insgesamt konnten etwa 40 verschiedene Sorten der bis zu 100 Jahre alten Bäume bestimmt werden. Neben der im Supermarkt zu findenden Sorte Jonagold oder dem allgemein bekannten Winterapfel Boskop, der am besten zu Apfelmus oder Bratäpfeln verarbeiten wird, stehen dort mehrere Bäume des großen rheinischen Bohnapfels, einer sehr weit verbreiteten Sorte. Beim Anhalter handelt es sich um eine Lokalsorte aus dem Rhein-Main-Gebiet, beim Trierer Weinapfel um einen reinen Kelterapfel. Die Goldrenette von Blenheim ist ein besonders schmackhafter Tafelapfel.

 

 

Wir danken Herrn Engel für den informativen und lehrreichen Vormittag.

 

04. August 2020

 

NABU baut Lehmhaufen für Wildbienen

Der größte Teil der Wildbienen sind Bodenbewohner. Um ihnen bessere
Lebensbedingungen gewährleisten zu können wurde neben dem Reptilienhaufen ein Lehmhaufen für sie angefertigt. Der Speziallehm wurde vom NABU gekauft und von Freiwilligen an Ort und Stelle verbracht.

Foto: NABU/W.Jost
Foto: NABU/W.Jost

25. Juli 2020

 

NABU baut Reptilienhaufen

Heute wurde der Reptilienhaufen fertiggestellt.Die zuvor aufgelesenen Steine und eine "Steinspende" (insgesamt ca. 7 Tonnen Steine) wurden an den finalen, sonnigen Standort verbracht. Wir hoffen, dass das so aufgewertete Biotop nun auch von vielen Reptilien angenommen wird.

Foto: NABU
Foto: NABU

19. Juli 2020

 

NABU sammelt Steine für einen Reptilienhaufen

Am heutigen Tag haben 3 fleißige Helfer auf einer Baustelle in Niederseelbach Steine gesammelt. Bei dieser schweißtreibenden Arbeit sind ganze 3 Anhängerladungen Steine zusammengekommen, die nun für den Bau eines Amphibienhaufens verwendet werden. Der Arbeitseinsatz findet am Samstag, den 25.07.2020 statt. Helfer sind gerne willkommen.

Foto: NABU/J. Spatz

16. Juli 2020

 

NABU-Kinder entfernen invasive Pflanzen

 

Nach langer Corona-Pause fand endlich wieder ein sehnsüchtig erwartetes reguläres Treffen der Kindergruppe des NABU Niedernhausen statt. Und dann war es gleich ein schweißtreibender Arbeitseinsatz. Die Kinder staunten nicht schlecht, als sie zu der etwa 35 Quadratmeter großen Stelle in Engenhahn liefen und auf einmal vor dem bis zu 3 Meter hoch wachsenden Japanischen Staudenknöterich standen. Der Japanische Staudenknöterich ist ein Neophyt, also eine invasive Pflanzenart. Er wurde im 19. Jahrhundert gezielt nach Europa eingeführt. Mittlerweile ist er jedoch zu einem Ärgernis geworden, weil er einheimische Pflanzen verdrängt.

 

Die Kinder machten sich gleich ans Werk und schnitten die Halme ab. Der nächste Trupp grub die Wurzeln aus und packte diese in mitgebrachte Beutel. Die Wurzeln wurden später am Straßenrand postiert, um von der Gemeinde abgeholt und vernichtet zu werden.

 

Im Herbst 2019 wurde diese Aktion schon einmal durchgeführt. Es war geplant im Frühjahr 2020 die Pflanzen weiter im Wachstum zu stören, der Termin konnte jedoch nicht eingehalten werden. Die Kinder werden jedoch ein wachsames Auge auf die Stelle haben, bis sich die einheimischen Pflanzen dieses Stück Natur zurückerobert haben.

 

Leider war dies erst einmal das letzte Treffen vor den Sommerferien. Die Betreuer wünschen den NABU Kindern und ihren Eltern und Geschwistern schöne Sommerferien.

 

Viel Spaß hatten die NABU-Kinder beim Knöterich entfernen. Auf Abstand wurde auch geachtet.

 

Fotoquelle: NABU/J. Spatz

 

12. Juli 2020

 

Wiesenmahd am "Zwickel" in Oberseelbach

Im Sommer stehen auf den von unserer NABU-Gruppe betreuten Flächen etliche Pflegemaßnahmen an. Neben dem regelmäßigen Gießen der Jungbäume müssen die Wiesen gemäht und abgerecht werden, um die Wiesen abzumagern. Leider konnten diese Maßnahmen aufgrund der Corona-Pandemie nicht wie in den letzten Jahren in einer großen Aktion mit vielen Helfern durchgeführt werden, sondern wurden überwiegend alleine oder in kleinen Gruppen über einen längeren Zeitraum erledigt. Am 12. Juli 2020 fand die letzte Wiesenmahd für dieses Jahr am „Zwickel“, einer kleinen Streuobstwiese am Ortseingang von Oberseelbach statt.

 

Foto: NABU A.Hornig

Foto: NABU J. Spatz

09. Juli 2020

Quelle: Niedernhausener Anzeiger, Donnerstag, 09. Juli 2020, Ausgabe 27, 34. Jahrgang

 

 

 

 

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