Der Naturschutzbund Deutschland e.V. - NABU - möchte Menschen dafür begeistern, sich durch gemeinschaftliches Handeln für die Natur einzusetzen. Wir wollen, dass auch kommende Generationen eine Erde vorfinden, die lebenswert ist, die über eine große Vielfalt an Lebensräumen und Arten sowie über gute Luft, sauberes Wasser, gesunde Böden und ein Höchstmaß an endlichen Ressourcen verfügt.
Auf diesen Seiten möchten wir Ihnen die Arbeit der NABU-Gruppe Niedernhausen vorstellen.
Ankündigung für den 07.03.2026
Veredelungskurs
Dieser Kurs richtet sich an alle, die ihre eigenen Obstbäume anziehen wollen. Vielleicht wollen Sie genau den Apfel aus Omas Garten erhalten oder Sie haben schon länger eine spezielle Sorte im Auge, die Sie in keiner Baumschule erhalten. Oder Sie haben einfach Freude am Selbermachen.
In diesem Kurs erfahren Sie die theoretischen Grundlagen der Obstbaumveredelung: Wahl der geeigneten Veredelungsunterlage, Schnitt der Edelreiser und die Veredelungstechnik der Winterhandveredelung.
Nach dem Theorie-Teil und einer Demonstration können Sie die Methode selbst ausprobieren und üben.
Unterlagen und Edelreiser von Apfelsorten werden gestellt. Eigene Edelreiser von Apfelbäumen können gerne mitgebracht werden.
Gegen Spende können Sie Ihre eigenen Veredelungen mitnehmen. Wer andere Obstarten veredeln möchte, sollte bitte entsprechend eigene Wurzelunterlagen und Edelreiser mitbringen.
Wichtig: Bitte ein geeignetes Veredelungsmesser mitbringen!
Die Teilnahme ist kostenlos. Die Anzahl der Teilnehmer ist auf 15 begrenzt.
Eine Anmeldung ist erforderlich unter [email protected]
Ort: Alte Schule Königshofen (Panoramastr. 5, 65527 Niedernhausen)
Datum: 07.03.2026, 14.00 bis 18.00 Uhr
Referent: Andreas Baumann ist Obstbaumwart und engagiert sich beim NABU Niedernhausen in der Streuobstpflege. In seinem beruflichen Leben leitet er das Streuobstwiesenzentrum Hessen (https://streuobstzentrum-hessen.de).
Hier das neue Jahresprogramm 2026 des NABU Niedernhausen
16.12.2025
Nützling oder Schädling? Muss ich mich vor Hornissen fürchten?
Copyright:
Bild 1 (Europäische Hornisse): NABU/Peter Brixius
Bild 2 (Asiatische Hornisse): NABU-Naturgucker.de/Ulrich und Karin Klein
Bei uns sind die heimischen Europäischen Hornissen (Vespa crabro) äußerst nützliche Insekten und spielen eine wichtige Rolle in unseren Ökosystemen. Im Gegensatz zu einigen Wespenarten stürzen
Hornissen sich nicht auf unser Essen. Sie sind Insektenjäger und ihre Nahrungsgrundlage besteht hauptsächlich aus anderen Insekten, die wir oft als Schädlinge sehen, z. B. Wespen, Fliegen, Mücken
und manche Raupen. Hornissen fangen diese als Beute, um damit ihre Larven zu füttern. Somit halten sie Populationen von schädlichen Insekten in Schach. Wespen meiden übrigens die Gegenwart von
Hornissen! Da sich Hornissen auch von Nektar und Baumsäften ernähren, sind sie wichtige Bestäuber und tragen so für die Fortpflanzung und den Erhalt vieler Pflanzenarten bei. Die einheimische
Hornisse zählt wegen ihrer akuten Bestandsgefährdung zu den besonders geschützten Arten. Sie darf nicht getötet, und ihr Nest darf nicht zerstört werden.
Hornisse = Hornisse?
In den letzten Jahren hat sich die eingeschleppte Asiatische Hornisse (Vespa velutina) immer weiter in Europa ausgebreitet. Es ist wichtig zu unterscheiden, ob es sich bei einer Sichtung um die
Europäische oder die Asiatische Hornisse handelt. Letztere ist kleiner, in der Größe zwischen deutscher Wespe und deutscher Hornisse, und hat lange Flügel. Während der Kopf und Brustbereich der
heimischen Art eine rotbraune Färbung aufweist, ist sie bei der eingeschleppten Vespa velutina eher schwarz. Auf dem Hinterleib unserer heimischen Hornissen sind zudem gleich mehrere gelbe Bänder
oder Ringe zu sehen – die Asiatische Hornisse besitzt hingegen nur einen Hinterleibsring. Darüber hinaus besitzt der geflügelte Neuankömmling gelbe Beine, während die Europäische Hornisse eher
dunkle, braunrote Beine hat. Die Asiatische Hornisse ist ein Räuberinsekt, dessen Beute auch Honigbienen, Hummeln und andere Bestäuberinsekten umfasst. Sie kann Honigbienenvölker überfallen und
töten. Die Anwesenheit der Asiatischen Hornisse kann einheimische Wespen- und Hornissenarten verdrängen oder dezimieren, was zu Verlusten in der Artenvielfalt und zur Störung von Ökosystemen
führen kann. Dies stellt eine ernsthafte Bedrohung für die Imkerei und die Bestäubung von Nutzpflanzen dar, da Honigbienen hier eine entscheidende Rolle spielen.
Was ist bei einem Hornissennest zu tun?
Grundsätzlich ist es ratsam, sich von allen Hornissennestern fernzuhalten. Die Asiatischen Hornissen bewachen ihr Nest jedoch viel aggressiver.Bei gefühlter Bedrohung greifen diese in größeren
Gruppen an, indem sie Ihr Opfer "besprühen"und so eine Armee von Hornissen an den Angreifer geht! Es gilt also hier besondere Vorsicht! Für Menschen, die allergisch auf Insektenstiche reagieren,
können Stiche der Asiatischen Hornisse lebensbedrohlich sein. Wie auch die einheimischen Hornissen baut die Asiatische Hornisse ein Primärnest, in dem Königinnen zu Vermehrung aufgezogen werden.
Anders als bei den Europäischen Hornissen befinden sich diese Nester auch an ungeschützen Stellen in einer Höhe von bis zu 3 Metern. Wie auch die einheimischen Hornissen baut die Asiatische
Hornisse dann durch die produzierten Königinnen ein sogenanntes Filial- oder Sekundärnest an meist ungeschützten Stellen in Bäumen, Hecken oder an Häusern. Es wird auch mal ein Primärnest dazu an
eben nicht geschützen Stellen verwendet!
Wichtig: Die Asiatische Hornisse ist „winterhart“, d. h. sie fliegt auch im Winter. Sie ist besser an unser Klima angepasst als die einheimischen Art. So wurde sie bereits z. B. in Heidelberg auf
dem Weihnachtsmarkt gesichtet. Die Nester der invasiven Asiatischen Hornisse müssen laut EU-Verordnung unbedingt gemeldet werden. Deren Verbreitung hat nichts mit dem Klimawandel zu tun, sondern
ist auf den Import asiatischer Produkte zurückzuführen. „Diese Einschleppung verdeutlicht einmal mehr die Gefahren, die ein weltweiter Warenverkehr für Ökosysteme haben kann“, kritisiert Dr.
Melanie von Orlow, Sprecherin der NABU-Bundesarbeitsgemeinschaft Hymenopteren. Noch ein Hinweis: Die Asiatische Hornisse sollte nicht mit der Asiatischen Riesenhornisse aus den USA verwechselt
werden. Diese gibt es nämlich in Europa nicht.
Haben Sie ein Nest oder eine Hornisse entdeckt? Hier sollten Sie Ihren Fund melden!
https://www.hlnug.de/themen/naturschutz/tiere-und-pflanzen/arten-melden/hornisse.
Dies beim Hessischen Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) in Giessen. Diese kann die obere Naturschutzbehörde informieren, sodaß letztich z.B. Herr Reiner Jahn, Imker und
erfahrener Hornissenkenner informiert wird, das Nest zu suchen. Telefon 0172 / 690 5819 500
Weitere Informationen und Meldungen zu Hornissen auch unter:
https://www.naturgucker.info/naturgucker-tipps/asiatische-hornisse
https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/insekten-und-spinnen/hautfluegler/wespen-und-hornissen/06323.html
02.02.2026
16.12.2025
Abschluss des 4. Quartals mit Eichhörnchen und der Renaturierung von Gewässern
Copyright: NABU/Marc Scharping
Traditionell beendet der NABU Niedernhausen das 4. Quartal mit weiteren Vorträgen.
Am 13.11. referierte Vera Heck über Eichhörnchen. Sie betreibt eine eigene Auffangstation am Fuße des Spessarts und Mitbegründerin der „Akademie für Wildtiere & Artenschutz“, einer
deutschlandweit einzigartigen Ausbildungs-stätte für Wildtierpflege, und Geschäftsführerin des „Bundesverbands der Wildtierhilfen gGmbH“. In ihrem Vortrag konnte man u.a. erfahren, wie
Eichhörnchen wirklich leben und welche Herausforderungen der Wandel der Umwelt mit sich bringt. Zudem gab es Tipps, wie Eichhörnchen aktiv unterstützt werden können, und was zu tun ist, wenn man
einem hilfsbedürftigen Tier begegnet.
Am 27.11. war Richard Abt vom Naturschutzhaus Wiesbaden als Referent zu Gast und gab Anregungen, wie sowohl Kommunen als auch Privatpersonen zur Verbesserung der Gewässerqualität beitragen
können. Er ist Mitgründer und langjähriger Vorsitzender des Naturschutzhaus Wiesbaden und setzt sich seit rund 30 Jahren mit der Naturschutz-Arbeitsgruppe (später Naturschutzhaus) für Biotop- und
Artenschutz in und um Wiesbaden ein. Viele Gebiete, die er und seine Gruppe kartierten, erhielten später den Schutzstatus als Naturschutzgebiet oder Naturdenkmal. Durch Projekte — unter anderem
Trockenmauerpflege, Anlage von Amphibiengewässern, Biotoppflege und Öffentlichkeitsarbeit — leistete er einen wichtigen Beitrag für die Biodiversität in der Region. Der Vortrag umfasste einen
Ergebnisbericht, der bis ins Jahr 1997 zurückreicht und als Fazit eine weitgehend unveränderte Situation darstellt. Im Rahmen der damals kreisweiten, einschließlich Wiesbaden, durchgeführten
Amphibienkartierung (BUND, NABU, Bergwacht, Naturschutzhaus, HGON u. Privatpersonen) zeigte dies zusätzlich auch große Defizite bei den Fließgewässern auf. Neben teils extrem starker
Bachsohlenerosion waren und sind noch heute viele Bachabschnitte in Halbschalen gefasst oder auch in gepflastertem Bett vorhanden, sodass natürliche Retentionsräume nicht genutzt werden können.
Die extrem hohen Fließgeschwindigkeiten stellen für die meisten Wasserorganismen unüberwindbare Hürden dar. Mit manchmal einfachen Handgriffen lassen sich jedoch einflächig einige Verbesserungen
bewirken, um das evtl. stark anfallende Niederschlagswasser in der Fläche zu halten. Ein großes Lob geht an die Forstämter, die mit Sickermulden meist an Rändern der Wege, dem Wald als
Wasserspeicher zwar kleine, aber doch wichtige Impulse geben. Grundsätzlich ist anzumerken, dass viele Vorschriften zum Thema aufgrund von Klimaveränderungen nicht mehr zeitgemäß sind und
angepasst werden müssen.
19.10.2025
In die Pilze mit dem NABU
Pilzgerichte sind im Voraus zu bezahlen – um Pilze ranken sich allerhand Vorstellungen, die von Neugierde bis zum leichten Gruseln reichen. Wie leicht kann man den köstlichen Speisepilz mit einer
ähnlichen, aber im schlimmsten Falle hoch giftigen Art verwechseln! Faszinierende Einblicke in die ökologische Nische, die Pilze bewohnen, gab es am 11.10.2025 auf der Pilz-Exkursion des
NABU-Niedernhausen. Als Referent konnte Pilzexperte Franz Heller gewonnen werden, er ist „Pilz-Beauftragter“ beim Umweltamt der Stadt Wiesbaden und gibt regelmäßig Kurse in Pilzbestimmung. Unter
kundiger Anleitung konnten 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Waldstück am Ortsende von Oberjosbach auf die Suche gehen und einige Pilzarten identifizieren.
Köstliche Pilzsorten wie Maronen, Steinpilze, Hexenröhrlinge und Parasole für den Gaumenschmaus zu Hause wurden gefunden und Herr Heller hatte natürlich direkt ein paar Tipps zur schmackhaften
Zubereitung der Pilze parat: 1. Mit Pflanzenöl oder Butterschmalz braten, nicht mit Butter. 2. Zwiebeln separat anbraten und am Ende erst zu den Pilzen geben. 3. Pilze erst nach der Zubereitung
würzen.
Natürlich gab es auch Tipps, wie man giftige Pilze vermeidet. Hier kann man zum Beispiel den Geruchssinn einsetzen – unangenehme Gerüche sind oft Warnung vor unangenehmen Folgen eines Verzehrs!
Wir betonen aber an dieser Stelle, dass eine einzige Exkursion uns noch nicht zu Pilzexperten macht! Wer Pilze für die Küche sammeln möchte, sollte sich unbedingt noch weiterbilden!
19.10.2025
In die Pilze mit dem NABU
Copyright alle Bilder: NABU/Bruno Harwardt
Pilzgerichte sind im Voraus zu bezahlen – um Pilze ranken sich allerhand Vorstellungen, die von Neugierde bis zum leichten Gruseln reichen. Wie leicht kann man den köstlichen Speisepilz mit einer
ähnlichen, aber im schlimmsten Falle hoch giftigen Art verwechseln! Faszinierende Einblicke in die ökologische Nische, die Pilze bewohnen, gab es am 11.10.2025 auf der Pilz-Exkursion des
NABU-Niedernhausen. Als Referent konnte Pilzexperte Franz Heller gewonnen werden, er ist „Pilz-Beauftragter“ beim Umweltamt der Stadt Wiesbaden und gibt regelmäßig Kurse in Pilzbestimmung. Unter
kundiger Anleitung konnten 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Waldstück am Ortsende von Oberjosbach auf die Suche gehen und einige Pilzarten identifizieren.
Köstliche Pilzsorten wie Maronen, Steinpilze, Hexenröhrlinge und Parasole für den Gaumenschmaus zu Hause wurden gefunden und Herr Heller hatte natürlich direkt ein paar Tipps zur schmackhaften
Zubereitung der Pilze parat: 1. Mit Pflanzenöl oder Butterschmalz braten, nicht mit Butter. 2. Zwiebeln separat anbraten und am Ende erst zu den Pilzen geben. 3. Pilze erst nach der Zubereitung
würzen.
Natürlich gab es auch Tipps, wie man giftige Pilze vermeidet. Hier kann man zum Beispiel den Geruchssinn einsetzen – unangenehme Gerüche sind oft Warnung vor unangenehmen Folgen eines Verzehrs!
Wir betonen aber an dieser Stelle, dass eine einzige Exkursion uns noch nicht zu Pilzexperten macht! Wer Pilze für die Küche sammeln möchte, sollte sich unbedingt noch weiterbilden!
04.08.2025
Mahd-Saison
Copyright alle Bilder: NABU/Bruno Harwardt
Am 26. Juli 2025 war es wieder soweit. Die gemähten Flächen musten vom Mahdgut befreit werden. Ohne Mahd würden Wiesen über die Jahre zu Sträuchern und Wäldern werden – durch natürliche
Sukzession. Die Mahd erhält den Offenlandcharakter und damit bestimmte Biotoptypen (wie Magerrasen, Halbtrockenrasen, Feuchtwiesen). Viele Wildbienen, Schmetterlinge und Käfer benötigen
blütenreiche Wiesen. Werden diese regelmäßig gemäht, können sich Blumenarten besser entwickeln.
Bereits an den drei Samstagen zuvor hatten Gunther Andrä, Paul und Bruno Harwardt Wiesenflächen mit dem Balkenmäher gemäht.
Da das Gras bereits wieder wuchs, war es nun an der Zeit, dieses mit Rechen zu entfernen und großteils zur Abfahrt durch die Gemeinde aufzuschichten. Das war nicht immer leicht, gerade am Kreisel
war die Mahd bereits 3 Wochen vergangen und das Gras hakte so manches Mal beim Aufrechen. Um 8:45 ging es los. Beim Kreisel waren aktiv: Gudrun Rebmann, Andreas Baumann, Alexander, Paul und Bruno
Harwardt.
Am Zwickel betägtigten sich Andreas Baumann, Alexander, Paul und Bruno Harwardt, es gab noch einen kleinen Imbiss und gegen 12:00 war es vollbracht. Danach rechte Bruno Harwardt noch das
Rechgewann bis gegen 15:30.
Vielen Dank an alle Helferinnen und Helfer!
04.08.2025
Vielfältige Exkursionen beim NABU Niedernhausen
Copyright: Bild 1: Zaunkönig (NABU/Reinhard Paulin), Bild 2: Spitzwegerich (NABU/Norman Schiwora), Bild 3: Steinhummel (NABU/
Kathy Büscher)
Im Spätfrühling und Frühsommer standen die mittlerweile traditionellen und bewährten Exkursionen des NABU Niedernhausen statt. Die Biologielehrerin Andrea Perlich nahm die Teilnehmerinnen und
Teilnehmer mit auf Vogelstimmenwanderung rund um den Friedhof Oberjosbach, mit dem Wildnis-Pädagogen Herrn Paulat konnte man bei der Kräuterexkursion in Engenhahn Wissenswertes zu heimisches
Wild- und Heilkräutern erfahren und die Biologin Laura Aporius entführte wieder in die faszinierende Welt der Hummeln.
Nach einer diesmal etwas längeren Sommerpause geht das Programm am 28. September weiter mit dem bei Groß und Klein beliebten Kelterfest An den Teichen in Oberseelbach.
05.05.2025
Geduldiges Warten auf die Kröten - Dank an alle Helfer:innen
Copyright: NABU/Alexandra Hornig
Ab Mitte Februar bis in den April hinein findet die alljährliche Amphibienwanderung zu den Laichgewässern statt. Am Oberseelbacher Kreisel, an dem die NABU-Gruppe Niedernhausen seit vielen Jahren
den Krötenschutzzaun betreibt, sind dies hauptsächlich Erdkröten, wissenschaftlich auch Bufo bufo genannt.
Nachdem im letzten Jahr die erste Erdkröte bereits Mitte Februar zu ihrem Laichgewässer unterwegs war, erfolgte der Aufbau des etwa 400 m langen Zauns in diesem Jahr am 09. Februar. Der
Sammelplan war geschrieben, die 18 Helfer bereit und hoch motiviert. Und dann geschah – erst einmal nichts. Das Wetter machte den Amphibien und auch den Sammelhelfern einen Strich durch die
Rechnung.
Erdkröten sind wechselwarme Tiere, die nächtlichen Temperaturen von über 5 °C, genug Feuchtigkeit und möglichst wenig Wind benötigen. Das Wetter im Februar war alles andere als das. Die frostigen
Nächte verhinderten die Wanderung zum Laichgewässer und stellte die Geduld der Sammelhelfer auf eine harte Probe. Jeden Morgen meldeten sie erneut leere Eimer. Erst Ende Februar in einer etwas
wärmeren Nacht, traute sich die erste Kröte aus ihrem Erdversteck im Wald. Danach geschah – wieder nichts, denn den kalten Nächten folgte sonniges, warmes und trockenes Wetter.
Die eigentliche Wanderung startete Mitte März mit ein paar Vorreiterkröten. Am 22. März sowie den folgenden 4 Nächten herrschte endlich typisches Krötenwetter und so gut wie jede Kröte war auf
den Beinen. Wer zwischen 19 Uhr bis etwa Mitternacht einen Spaziergang machte, konnte in der Nähe von Teichen die Krötenmännchen in Lauerstellung beobachten. Sie sitzen dabei so aufrecht wie
möglich auf einem gut einzusehenden Weg, um keine Bewegung zu verpassen. Sie warten auf die etwas größeren Weibchen, um sie sich für die Paarung zu sichern. Haben sie eins erspäht, halten sie
sich an der Krötendame fest und lassen sich Huckepack die letzten Meter zum Laichgewässer tragen.
Am Sonntag, den 13. April wurde der Zaun wieder abgebaut. Die diesjährige magere Bilanz: 36 Kröten in 10 Nächten. Ein Spaziergang in der stärksten Nacht am 23. März hat jedoch gezeigt, dass es
viele Kröten in Oberseelbach und Umgebung gibt, eben nur nicht am Oberseelbacher Kreisel. Ein großer Dank geht an alle treuen Helfer, die über viele Jahre hinweg beim Auf- und Abbau unterstützen
sowie die Sammelhelfer, die morgens teils vor der Arbeit den Zaun und die Eimer kontrollieren. Ohne Eure Hilfe wäre das Projekt nicht möglich!
Alexandra Hornig
16.03.2025
Abbau Krötenzaun - Witterungsbedingte Verschiebung!
Die bisherige kalte und trockene Witterung war bisher nicht sehr amphibienfreundlich und hat dafür gesorgt, dass nur ein paar Vorreiterkröten den Weg zum Laichgewässer angetreten haben. Die
Hauptwanderung verschiebt sich in diesem Jahr um ein paar Wochen nach hinten.
Aus diesem Grund ist es erforderlich, den Krötenzaun länger stehen zu lassen.
Der Abbau findet nun am Sonntag, den 13.04.2025, um 14:00 Uhr statt.
23.01.2025