Willkommen beim NABU Niedernhausen

Für Mensch und Natur

Der Naturschutzbund Deutschland e.V. - NABU - möchte Menschen dafür begeistern, sich durch gemeinschaftliches Handeln für die Natur einzusetzen. Wir wollen, dass auch kommende Generationen eine Erde vorfinden, die lebenswert ist, die über eine große Vielfalt an Lebensräumen und Arten sowie über gute Luft, sauberes Wasser, gesunde Böden und ein Höchstmaß an endlichen Ressourcen verfügt.

 

Auf diesen Seiten möchten wir Ihnen die Arbeit der NABU-Gruppe Niedernhausen vorstellen.

Aktuelles

Aktionen, Artikel, Informationen

19.05.2022

  

Video unserer Aktivitäten von 2018 bis 2020

23.04.2022

 

Kräuterwanderung mit dem NABU - ANMELDUNG AB SOFORT MÖGLICH

Sonntag, 22. Mai 2022 um 10:00 Uhr, Treffpunkt Parkplatz unter der Theißtalbrücke

Für Sonntag, den 22. Mai 2022, um 10 Uhr lädt die NABU-Gruppe Niedernhausen zu einer Kräuterwanderung ein. Beim Streifzug durch die Wiesen im Theißtal erläutert die Kräuterexpertin Bianca Guckes vom NABU Waldems, den Teilnehmern die Vielfalt und die Besonderheiten der Kräuter, die am Wegesrand wachsen. Die kostenlose Führung wird ca. 1,5 Stunden dauern. Treffpunkt ist am Parkplatz unter der Theißtalbrücke am Ende der Straße „Im Theißtal“. Da die Teilnehmerzahl beschränkt ist, bitten wir um Anmeldung unter info@nabu-niedernhausen.de mit Angabe der Adresse und Telefonnummer. Es gelten die aktuell gültigen Corona-Regeln.

 

Bitte auf festes Schuhwerk und wettergerechte Kleidung achten.

23.04.2022

 

Vogelstimmenwanderung mit dem NABU

Samstag, 07. Mai 2022 um 18:30 Uhr, Treffpunkt Friedhof Oberjosbach

Der Stieglitz, auch Distelfink genannt, wurde 2016 zum "Vogel des Jahres" gewählt.

Foto: NABU

Für Samstag, den 7. Mai 2022 um 18:30 Uhr lädt die NABU-Gruppe Niedernhausen wieder zu einer Vogelstimmenwanderung ein. Die Route beginnt am Friedhof Oberjosbach und verläuft durch für unsere Gemeinde typische Biotope, wie Obstwiesen, Feldgehölze, landwirtschaftliche Randlagen und Wald. Sarah Lehmann von der NABU-Gruppe Idstein wird die Teilnehmer begleiten und immer wieder auf Vogelstimmen aufmerksam machen. Sie wird dabei auf deren Besonderheiten eingehen und auch einiges zur Lebensweise der einzelnen Vogelarten erläutern. Neben Meisen, Spechten und Finken, die bei uns überwintert haben, dürften auch viele Zugvögel wie die Singdrossel wieder zurück und auf der Wanderung zu hören sein.

 

Treffpunkt ist um 18:30 Uhr am Parkplatz vom Friedhof Oberjosbach, Heftrichter Weg. Ein Fernglas, festes Schuhwerk und dem Wetter angepasste Kleidung sind für den ca. zweistündigen Spaziergang zweckmäßig. Da die Teilnehmerzahl beschränkt ist, bitten wir um Anmeldung unter info@nabu-niedernhausen.de mit Angabe des Namens und der Telefonnummer. Es gelten die aktuellen Corona-Regeln. Die Veranstaltung ist kostenlos.

23.04.2022

 

Die Krötenwanderung am Oberseelbacher Kreisel ist abgeschlossen

Die Kröte

 

Giftig bin ich nicht,

Kinder beiß ich nicht,

Wurzeln mag ich nicht,

nach Blumen frag mich nicht.

 

Würmlein und Schnecken,

die lass ich mir schmecken.

Ich sitz in dunklen Ecken

Und bin sogar bescheiden,

doch keiner kann mich leiden.

 

Das trübt mich in meinem Sinn.

Kann ich dafür, dass ich hässlich bin?

 

 

Ein Pärchen auf der Wanderung zum Laichgewässer. Das größere Weibchen trägt das kleinere Männchen.

Foto: NABU/A.Hornig

So heißt es jedenfalls in dem von Johannes Trojan im 19. Jahrhundert verfassten Gedicht.

16 Sammler und ihre Familien sind da allerdings ganz anderer Meinung. Sie können die Tiere sogar sehr gut leiden, haben keine Scheu sie anzufassen, sie aus den Sammeleimern zu heben und zu den Laichgewässern zu tragen, um sie damit vor dem sicheren Verkehrstod zu bewahren. So ist es 9 Wochen lang am mobilen Krötenzaun der NABU-Gruppe Niedernhausen am Oberseelbacher Kreisel geschehen. Der Zaun hatte eine Länge von etwa 400 m und die vergrabenen 28 Eimer mussten jeden Morgen bis 09:00 Uhr von den Sammlern kontrolliert werden.

Das mit der in dem Gedicht genannten Giftigkeit stimmt übrigens nicht ganz. Tatsächlich sondern die Lurche über ihre Drüsen in der Haut ein Sekret ab, dass Fraßfeinde abschrecken soll. Deshalb sollte man Kröten, so wie alle Wildtiere, nicht ohne Grund anfassen, Handschuhe tragen, oder sich danach gründlich die Hände waschen.

Die Sammelaktion war teilweise ziemlich frustrierend, denn lange Zeit waren die Wetterbedingungen für Amphibien alles andere als optimal.

Die erste Kröte traute sich am 23. Februar, wenige Tage nach dem Zaunaufbau und kurz nach dem Sturmtief „Antonia“ aus dem Wald. Wind mögen Lurche eigentlich gar nicht, da dieser die empfindliche Haut austrocknet.

Die nächsten zwei bis drei Wochen passierte leider gar nichts. Die nächtlichen Temperaturen rutschten des Öfteren ins Minus und tagsüber war es herrlich sonnig. Herrlich für uns Menschen, aber unangenehm für die Erdkröten. Die für die wechselwarmen Tiere notwendige Mindesttemperatur von 5 °C sowie die benötigte Feuchtigkeit fehlte.

Als Mitte März Tief „Donnabelle“ für wenige Tage das sonnige Frühlingswetter unterbrach und den dringend benötigten Regen brachte, machten sich fast die Hälfte aller in diesem Jahr gefunden Erdkröten auf den Weg.

Danach wurde es wieder kalt und sonnig und die Wanderung geriet ins Stocken. Bis Ende März der zweite große Ansturm auf den Krötenzaun erfolgte, unterbrochen vom Schneegestöber Anfang April. Danach machten sich nur noch 6 Tiere auf dem Weg. Die letzte Nachzüglerin am Ostermontag.

Die traurige Bilanz in diesem Jahr: 54 Erdkröten, davon 34 Männchen und 20 Weibchen, 3 Bergmolche, ein Fadenmolch und ein Feuersalamander. Damit ist ein Rückgang von 38 % im Vergleich zum Vorjahr zu verzeichnen.

Für ein besonderes Highlight in dieser Sammelsaison, jedoch im negativen Sinne, war ein LKW, der Nahe des Grünschnitts beim Drehen den Hang hinabgerutscht ist, den Krötenzaun durchbrochen hat, und über die Wiese zurück auf die Straße gefahren ist. Der Zaun konnte mit ein paar Stichen genäht werden. Ob der LKW so glimpflich davongekommen ist, bleibt offen.

 

Offen bleibt auch eine Frage: Sind Kröten wirklich hässlich? Ich denke nicht!

21.04.2022

 

Naturschutz am Syna-Turm in Oberseelbach

Zwei Mitglieder des Ortsbeirats Oberseelbach freuen sich gemeinsam mit den Mitgliedern des Vorstands der NABU-Gruppe Niedernhausen über die angebrachten Nisthilfen.

Fotos: Ortsbeirat Oberseelbach und NABU/Hornig

Eine Vielzahl einheimischer Tierarten haben sich an das Leben als „Untermieter“ in unseren Häusern angepasst. Moderne Neubauten und sanierte Altbauten machen es aber den Tieren immer schwerer eine Nische zu finden. Hier können künstliche Nisthilfen ein Ersatz sein.

Auf Initiative des Ortsbeirates Oberseelbach wurden am 19.04. verschiedene Nistkästen für bedrohte Tiere am Syna-Turm angebracht. Die Nistkästen wurden vom NABU Niedernhausen, der Gemeinde Niedernhausen und dem Ortsbeirat Oberseelbach zur Verfügung gestellt. Die Syna GmbH stellte Mitarbeiter und Gerätschaften zur Verfügung, so dass die teilweise sehr schweren Nistkästen problemlos und sicher am Turm angebracht werden konnten. „Es freut uns sehr, dass die Syna GmbH nach unserer Kontaktaufnahme sofort Bereitschaft signalisiert hat in Zusammenarbeit mit uns und speziell dem NABU Niedernhausen den Syna-Turm ökologisch aufzuwerten“, so Ortsvorsteher Andreas Hornig. „Wir konnten für unterschiedliche Tiere Nistkästen am Turm anbringen. Für Fledermäuse sind dies spezielle Spaltquartiere, darunter ein Koloniekasten, welcher einer ganzen Wochenstubenkolonie Platz bieten kann, denn in Oberseelbach ist eine kleine Kolonie der Zwergfledermaus beheimatet“, freut sich NABU Vorstandsmitglied Olaf Godmann. „Die Zwergfledermaus ist eine der kleinsten einheimischen Fledermausarten, ein erwachsenes Tier bringt gerade einmal fünf Gramm Körpergewicht auf die Waage. Mehlschwalben sind gesellige Tiere und bevorzugen schon vorhandene Schalen als Nistplatz. In der Wahl des Gebäudes sind sie zuweilen durchaus wählerisch, daher ist es sinnvoll den Tieren viele Nistmöglichkeiten anzubieten“, führt Godmann weiter aus. Weitere am Turm angebrachte Kästen bieten den verschiedenen Meisenarten, Rotkehlchen oder Haussperling ein Quartier.

Beim Naturschutz ist jeder gefragt und auch Sie können helfen und einen Unterschied bewirken, indem Sie zum Beispiel Ihren Garten oder Ihren Balkon mit einheimischen Gehölzen und Stauden naturnah gestalten. Dies ist ein wichtiger Schritt, um dem Artensterben entgegenzuwirken!

 

Ein großes Dankeschön an alle Beteiligten.

20.02.2022

 

Der Krötenschutzzaun am Oberseelbacher Kreisel steht wieder

Im Zuge des Aufbaus des Zauns wurde von den Kindern der Helfer zudem vor Ort fleißig Müll gesammelt, darunter zwei Autoreifen.

Foto: NABU/J.Spatz

Ab Mitte Februar bis in den April hinein findet die alljährliche Amphibienwanderung statt. Sobald die nächtlichen Temperaturen die 5 °C Marke überschreiten, genug Feuchtigkeit vorhanden ist und möglichst wenig Wind weht, beginnen die Amphibien zu ihren Laichgewässern zu wandern. Am Oberseelbacher Kreisel, an dem die NABU-Gruppe Niedernhausen seit vielen Jahren den Krötenschutzzaun betreibt, sind dies hauptsächlich Erdkröten, wissenschaftlich auch Bufo bufo genannt.

An der vielbefahrenen Landstraße wird jedes Jahr ein mobiler Krötenschutzzaun installiert. Das Auf- und Abbauen nimmt mit ausreichend Helfern etwa zwei Stunden in Anspruch. So trafen sich am Samstagnachmittag neun Helfer und drei Kinder, um den etwa 400 m langen und 50 cm hohen Zaun aufzustellen. Besonders freuten sich die Naturliebhaber über drei weitere Personen, die spontan anhielten, um zu unterstützen - vielen Dank dafür! Der Schutzzaun besteht aus einer grünen Polyethylen-Gewebeplane und wird mit Hilfe großer Haltestäbe fixiert. Der Zaun ist so aufzubauen, dass am Boden keine Lücken entstehen, durch die sich die Lurche hindurchzwängen können. Dies wird mit Erdnägeln und Ästen sichergestellt. Alle 10 Meter ist ein Fangeimer ebenerdig vergraben. An einem dünnen Stab oder Ast, der über den Eimerrand reicht, können in den Eimer gefallene Mäuse, aber auch andere Tiere, z.B. Käfer wieder hinaus klettern.

In diesem Jahr haben sich 15 Helfer gefunden, die meisten Wiederholungstäter, um den Zaun täglich bis etwa 9 Uhr morgens zu kontrollieren. Im letzten Jahr wurden 87 Kröten vor dem sicheren Tod durch Überfahren gerettet und es bleibt zu hoffen, dass es in 2022 ein paar mehr sein werden.

Aber natürlich kann nicht überall ein Krötenschutzzaun aufgebaut werden. Was können Autofahrer tun, um die Tiere zu schützen? Slalomfahren um die Kröten herum bringt recht wenig. Bereits bei einer Geschwindigkeit von 50 km/h haben die Tiere kaum eine Überlebenschance, da sie auch sterben, wenn sie nicht unter die Räder kommen. Die Druckdifferenz, die von einem Auto verursacht wird, lässt die Organe der Tiere platzen. Die Kröten sehen äußerlich intakt aus. Nur an der herausgestreckten Zunge erkennt man den Tod der Tiere. Bei einer Geschwindigkeit von 30 km/h ist die Überlebenswahrscheinlichkeit wesentlich höher!

 

 

20.02.2022

 

Abbau alter Voliere durch NABU Kindergruppe

Die NABU-Kindergruppe bei der Arbeit

Foto: NABU/J.Spatz

Nach dem Jahreswechsel trafen sich die Kinder der NABU Kindergruppe endlich wieder. Das Wetter meinte es gut mit ihnen, der Sturm hatte die Regenwolken beiseitegeschoben und es gab strahlenden Sonnenschein.

 

Normalerweise wird bei der Kindergruppe viel gespielt oder es gibt lehrreiche Exkursionen. Diesmal halfen die Kinder aber dabei, eine alte Voliere sortenrein zu zerlegen, damit diese entsorgt werden kann. Die Voliere stammt aus einem mehrjährigen Gartenschläfer-Auswilderungsprojekt der NABU-Gruppe Niedernhausen, das im Jahre 2016 startete. Da das Projekt abgeschlossen ist und die, der Witterung ausgesetzte, Voliere keinen weiteren Zweck mehr erfüllte, musste sie fachgerecht entsorgt werden.

20.04.2021

 

Video "Rückblick zum DBV"

Bruno Harwardt und Sylvia Hofmann haben in dem folgenden Video alte Bilder der Gründung und des Wirkens der Ortsgruppe Niedernhausen des DBV (Deutscher Bund für Vogelschutz e.V.) lebendig werden lassen. Jahre später ist daraus die NABU Gruppe Niedernhausen hervorgegangen.

 

20.04.2021

 

Der neuer Flyer "Biotopanlage - Maßnahmen zur Förderung der Artenvielfalt" ist fertig

In Niederseelbach wurde uns 2020 eine Fläche zur Verfügung gestellt, auf der wir ein Biotop errichten durften. Neben einem Insektenhotel, befindet sich dort ein Steinhaufen, ein Lehmhaufen und ein Totholzhaufen. Mehr Informationen dazu finden Sie hier.

 

Was bei der Anlage eines Biotops genau zu beachten ist, finden Sie in unserem neuen Flyer.

Biotopanlage - Maßnahmen zur Förderung der Artenvielfalt
Faltblatt 8 Seiten-2021-04-11 Biotop_fin
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