Anlage eines Biotops

Lebensraum für viele Tierarten und Pflanzen

Die NABU-Gruppe Niedernhausen darf auf einem Grundstück in Niederseelbach den Lebensraum für verschiedene Tiere und Pflanzen aufwerten. Vielen Dank dafür!

Hierzu wurden mehrere Maßnahmen verwirklicht und einen Flyer erstellt.

 

Flyer "Biotopanlage - Maßnahmen zur Förderung der Artenvielfalt"

Mehr Informationen, was bei der Anlage eines Biotops zu beachten ist, und welchen Tieren dabei geholfen wird, finden Sie in unserem neuen Flyer.

Biotopanlage - Maßnahmen zur Förderung der Artenvielfalt
Faltblatt 8 Seiten-2021-04-11 Biotop_fin
Adobe Acrobat Dokument 6.2 MB

Reptilienhaufen

Begonnen wurde im Juli 2020 mit der Anlage eines Steinhaufens für Reptilien. Ein Spender hatte 7 Tonnen Steine zur Verfügung gestellt. Diese mussten zuerst auf einer Baustelle eingesammelt werden und in insgesamt 3 Anhängerladungen zum Biotop transportiert werden. Eine schweißtreibende Arbeit! Die fleißigen Helfer haben die Steine am finalen, sonnigen Standort aufgeschichtet. Wir hoffen, dass das so aufgewertete Biotop von vielen Reptilien angenommen wird.

Foto: NABU Niedernhausen

Lehmhaufen

Der größte Teil der Wildbienen sind Bodenbewohner. Um ihnen bessere
Lebensbedingungen gewährleisten zu können, hat die NABU Gruppe Niedernhausen im August 2020 neben dem Reptilienhaufen ein Lehmhaufen für sie angefertigt. Der die 2 m³ Speziallehm wurde vom NABU gekauft und von Freiwilligen an Ort und Stelle verbracht.

Foto: NABU Niedernhausen

Totholzhaufen

Das sogenannte "Totholz" kann entgegen seinem Namen sehr viel Leben entwickeln und einen erheblichen Beitrag zu einem funktionierenden Naturhaushalt beitragen. Aus diesem Grund wurde aus alten Kirschholzstämmen, die die Gruppe von einer Spenderin erhalten hatte, ein Totholzhaufen aufgeschichtet.

 

Insektenhotel und natürverträgliche Bewirtschaftung des Grünlandes

In jedes Biotop gehört auch ein Insektenhotel, das viele Nistmöglichkeiten für Wildbienen bietet. Dies wurde im Februar 2021 aufgestellt und wird in den nächsten Wochen mit weiteren Nistmöglichkeiten aufgefüllt.

Foto: NABU Niedernhausen
Foto: NABU Niedernhausen

Das beste Insektenhotel hilft nicht, wenn die Nahrung für Insekten fehlt.

Aus diesem Grund wurde eine naturverträglicher Bewirtschaftung des an die Biotopanlage angrenzenden Grünlandes vereinbart mit dem Ziel die Biodiversität zu erhöhen. Insbesondere für Insekten aber auch Vögel und Tiere werden dadurch neue Lebensräume erschlossen.

 

Die aus der Anlage hervorgehende Fläche wird im Frühjahr (März - April) mit Rindern beweidet. Eine Mahd findet anschließend in dem Kalenderjahr nicht mehr statt. Dies bedeutet, dass im Laufe des Jahres Wildkräuter sich entwickeln und vermehren können, im Gegensatz zu den anderen Grünlandflächen die alle zum gleichen Zeitpunkt gemäht werden und damit so gut wie keinen Lebensraum für Tiere und Insekten bieten. So kann sich der Große Wiesenknopf, der die Lebensgrundlage für ein Vorkommen des auf der Roten Liste stehenden „Großen Wiesenknopfbläulings“ ist, ungestört vermehren. Die Fläche wäre bei dieser Bewirtschaftungsmethode auch für Wiesenbrüter wie z.B. das Braunkehlchen geeignet.

 

Eine weitere kleine Fläche wird nicht oder nur wenn ein Bedarf aus Naturschutzgründen besteht ganz oder teilweise gemäht.  Der abgrenzende Weidezaun bleibt stehen, sodass für Braunkehlchen wichtige Sitzwarten vorhanden sind. Die Brachfläche bietet beste Brutmöglichkeiten und Unterschlupf für Vögel und Tiere. Eine Überwinterung von Insekten und deren Larven und Puppen kann dann ohne Verluste zum Frühjahr, wenn die Temperaturen gestiegen sind, abgeschlossen werden.

 

 

 

 

Machen Sie uns stark

Online spenden

NABU Regional