Naturnaher Garten

Blühende Gärten erfreuen Mensch, Hummel und Schmetterling gleichermaßen

Insekten haben es zunehmend schwer in unserer Landschaft. Vielerorts finden sie nicht mehr ausreichend Nahrung, Pestizide machen ihnen das Leben schwer. Dabei sind wir Menschen hochgradig auf die Leistungen der kleinen Helferlinge angewiesen: Kostenlos bestäuben sie unsere Wildkräuter, Bäume sowie Kulturpflanzen und sorgen so für blühende Landschaften und reiche Ernten. Damit Insekten wieder ausreichend Nahrung und Lebensraum finden, kann jeder seinen Teil beitragen.

Die biologische Vielfalt nimmt deutschlandweit seit Jahren dramatisch ab. Um dem etwas entgegen zu setzen, hat der NABU die Kampagne #gönndirgarten für mehr Vielfalt in Deutschlands Gärten gestartet. Der NABU zeigt Hobbygärtnern, wie jeder etwas für die Tier- und Pflanzenwelt tun kann – mit Tipps und Tricks für den eigenen Balkon oder Garten. Mehr Infos

Im Rahmen der Kampagne hat der NABU einen Aktionsleitfaden mit Ideen rund ums Gartenjahr erstellt.

NABU-Aktionsleitfaden-Garten.pdf
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Weitere Tipps für einen naturnahen Garten haben wir in den folgenden Dokumenten zusammengestellt:

Tipps für einen insektenfreundlichen Garten
NABU_Tipps_Insektengarten.pdf
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Tipps für Wildpflanzen im Garten
NABU-Wildpflanzen.pdf
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Liste von Stauden, Gehölzen und Bäumen für einen naturnahen Garten
Naturnaher Garten.pdf
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Unser Schaugarten in Oberjosbach – Beispiele für Artenschutz im eigenen Garten

Dass jeder Haus- und Gartenbesitzer auch auf kleinstem Raum Maßnahmen zum Artenschutz umsetzen kann, wollen wir in unserem kleinen Schaugarten in Niedernhausen-Oberjosbach zeigen. Hier haben wir auf einem 52 Quadratmeter großen Grundstück innerhalb eines Jahres eine Wildblumenwiese angelegt, die nicht nur schön anzusehen ist, sondern auch vielen Insekten Nahrung und kleinen Tieren Schutz und Unterschlupf bietet.

 

Für Wildbienen, Ohrwürmer, Florfliegen, Hummeln und andere Nützlinge haben wir ein Insektenhotel aufgestellt, in dem sie sich in verschiedenen Hölzern, Zweigen und Stängeln, Zapfen, Holzwolle und Lehm einnisten können.

Eidechsen finden auf der Trockenmauer Wärme und Unterschlupf. (Foto: W. Jost)
Eidechsen finden auf der Trockenmauer Wärme und Unterschlupf. (Foto: W. Jost)

Auch an andere Kleintiere haben wir gedacht und einen Holzhaufen als Igelburg aufgeschichtet sowie eine Trockenmauer gebaut, wo sich Eidechsen und Insekten, wie zum Beispiel Schmetterlinge, in der Sonne aufwärmen und Spinnen auf Jagd gehen können. Hohlräume dienen als Unterschlupf für Kleinsäuger. Die vorhandenen alten verwachsenen Beerensträucher und der ans Grundstück grenzende Kirschbaum bieten Vögeln Schutz und Nahrung.

 

Die in Oberjosbach wegen seiner vielen alten Scheunen noch häufig anzutreffenden Mehlschwalben finden in unserem Gärtchen nicht nur reichlich Insekten, sondern auch eine kleine Lehmpfütze, aus der sie sich das nötige Baumaterial für ihre Nester holen können.

 

Ein Flyer informiert ausführlicher über unseren Schaugarten und gibt Tipps, wie jeder kleine Artenschutzmaßnahmen im Garten umsetzen kann.

Flyer zum Schaugarten der NABU-Gruppe Niedernhausen
Flyer_Schaugarten_2015.pdf
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Unser Schaugarten ist übrigens eine von vielen Gartenparzellen in den „Weiberlennern“. Diese alten Blumen-, Obst- und Gemüsegärten außerhalb der Bebauung von Oberjosbach wurden lange Zeit nicht mehr bewirtschaftet. Als Ergebnis der Dorferneuerung Oberjosbach werden die Parzellen heute wieder bewirtschaftet. Mehr Informationen zum Projekt Weiberlenner

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