Krötenzaun

Aktiver Amphibienschutz

Seit 2011 betreut unsere NABU-Gruppe einen mobilen Krötenzaun am Kreisel bei Oberseelbach. An dieser Stelle kommen im Frühjahr mit steigenden Temperaturen Erdkröten und andere Amphibien aus dem nahegelegenen Wald, um in ihre angestammten Laichgewässer jenseits der Landstraße nach Idstein zu gelangen. Der Krötenzaun bewahrt sie auf dem Weg dahin vor dem nahezu sicheren Verkehrstodauf der viel befahrenen Landstraße zwischen Niedernhausen und Idstein.

 

Das Aufstellen und Einsammeln der Amphibien ist kräftezehrend und bindet viel Personal. Deswegen ist steht NABU Niedernhausen in Kontakt mit der Gemeinde Niedernhausen um eine langfristige Lösung zu finden, die den jährlich neu aufzustellenden Krötenzaun ersetzen soll.

 

Krötensammlung in jedem Frühjahr:

Wer Lust hat, unseren NABU-Freiwilligen beim Krötensammeln zu helfen, ist dazu herzlichst eingeladen und melde sich bitte per E-Mail unter info{at}nabu-niedernhausen.de.

 

Treffpunkt: Bushaltestelle Oberseelbach. Festes Schuhwerk wird empfohlen.

Reges Interesse bei öffentlichen Krötensammlungen:

Am 14 und 21. März 2015 bot der NABU Niedernhausen öffentliche Krötensammlungen an. Trotz des noch recht kalten Wetters kamen einige Interessierte (Nicht alle auf dem Foto).

Bildergalerie 2014: Aufstellen des Krötenzauns bei Oberseelbach Anfang März und Aktive beim Sammeln

Dieses Frühjahr konnten 195 Erdkröten und einige wenige andere Amphibienarten gerettet werden. Wir hatten (vor allem am Wochenende) viele fleißige große und kleine Helfer. Ein besonderer Dank geht an diejenigen Helfer, die Werktags die Kröten eingesammelt haben!

Bildergalerie 2013: Aufstellen des Krötenzauns bei Oberseelbach Anfang März

Am Zaun entlang sind Eimer in die Erde eingelassen, in die die Kröten beim Versuch, den Zaun zu überwinden, hineinfallen und wo sie in den frühen Morgenstunden von Helfern des NABU eingesammelt, gezählt und über die Straße getragen werden. So erreichen sie lebend ihr Ziel. Im Frühjahr 2012 konnten auf diese Weise rund 240 Tiere gerettet werden, im Frühjahr 2013 waren es rund 280 Tiere – der Einsatz hat sich also gelohnt.

Bildergalerie 2012: Aufstellen des Krötenzauns bei Oberseelbach im Februar

Bildergalerie 2012: Krötensammlung im Frühjahr 2012

Die Erdkröte ist „Lurch des Jahres 2012“

In Deutschland ist die Erdkröte flächendeckend vorhanden. In ganz Mittel- und Nordeuropa, sogar bis über den nördlichen Polarkreis, sowie in Nordwestafrika ist sie anzutreffen. Die große Zahl an Erdkröten resultiert vornehmlich aus ihrer Anspruchslosigkeit. Ob kalkhaltiges Gewässer im Gebirge oder saures Moorgewässer, die Erdkröte legt ihre gallertartigen Laichschnüre überall hinein. Mehr Informationen hat unser NABU-Mitglied Wolfgang Jost zusammengestellt.

Informationen über die Erdkröte
Erdkröte_Wolfgang Jost.pdf
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Noch mehr Fakten über den „Lurch des Jahres 2012“ hat der NABU-Bundesverband auf seiner Webseite zusammengetragen. Dort finden Sie auch weitere Informationen zur Aktion Krötenwanderung des NABU.

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